Chlorgasaustritt – über 65 Leute aus Freizeitbad Olpe evakuiert
wS/wf. Olpe - Großeinsatz für die Feuerwehr in Olpe am frühen Mittwochabend gegen 19:20 Uhr. Der Rettungsleitstelle wurde der Austritt von Chlorgas im Hallenbad Olpe am Seeweg 5 gemeldet. Als Feuerwehr und Polizei mit starken Kräften am Einsatzort eintrafen, hatten die Bediensteten des Bades den Hallenbad- und Saunabereich bereits von rund 65 Besuchern evakuiert. Darunter auch Gäste aus Siegen.
Nur mit Badesachen im Nieselregen
Die Gäste standen zum Teil nur mit ihren Badesachen bekleidet im Nieselregen vor dem Haupteingang des Bades. Nachdem im Umkleidebereich keine Chlorgaskonzentration gemessen werden konnte, wurde dieser Teil wieder freigegeben, um den auf dem Parkplatz wartenden Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich wieder anzukleiden.
Im Lagerraum Chlorgasflasche undicht
Im Bezug auf den Chlorgasaustritt konnte schnell Entwarnung gegeben werden: In einem abgekapselten Lagerraum war eine Chlorgasflasche undicht geworden. Die Ursache ist bisher nicht bekannt. Die Einsatzkräfte gingen mit Spezialanzügen und Atemschutz vor, um die undichte Gasflasche abzudichten. Nach ihrer Tätigkeit im Gefahrenbereich mussten sich die Einsatzkräfte in ihren Spezialanzügen einer gründlichen Reinigung unterziehen. Insgesamt waren rund 40 Feuerwehrleute im Einsatz.
Gegen 21:00 Uhr Entwarnung
Von der Polizei wurde der Einsatzort weiträumig abgesperrt. Ein Messtrupp der Feuerwehr führte Messungen durch, die aber gegen 21:00 Uhr keine Chlorgaskonzentration mehr ergaben. Gegen 21.20 Uhr konnte die Einsatzstelle wieder freigegeben werden und die Absperrmaßnahmen wurden aufgehoben. Es gab keine Verletzten.
Fotos: Tobias Sonnak / wirSiegen




















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Ich war auch Badegast an diesem Abend. Auffällig und gleichzeitig sehr unkoordiniert und in der Folge nur wenig wirksam , verliefen die Anweisungen durch ein 1 männl. Person, das “Haus” wegen eines “technischen Problems” sofort zu verlassen. Das Ergebnis: Obwohl sehr diszipliniert versuchten die zu diesem Zeitpunkt nur” sehr wenigen Badbesucher” aus dem Bad zu kommen. Ergebnis: Die Umkleidekabinen waren alle belegt, die ja kurrioser WEise gleichzeitig den “normalen Weg” zum Ausgang darstellen und weisen ! Viele Besucher wußten überhaupt nicht, wie das Bad zu verlassen war- ich selbst habe den Weg durch eine Sammelumkleidekabine genommen und noch einige andere Badbesucher auf diese Möglichkeit hingewiesen ; vom Anweisungspersonal keine Spur !! Glücklicherweise waren an diesem Tag nur sehr wenig Badegäste im Freizeitbad Olpe. Der Betreiber sollte für einen Mindestpersonalbestand in Zukunft Sorge tragen – kaum auszudenken wenn an diesem Tag mehrere hundert Menschen /Familien mit Kleinkindern ohne Anweisung und Hilfestellung den Weg aus dem Bad hätten finden müssen. Bleibt die Frage: Warum passieren immer wieder die schlimmen Chlorgasunfälle – in den Vergangenheit auch in den Bädern Attendorn und Finnentrop. Offensichtlich ist auch hier die Technik nicht immer beherrschbar – in vielen Bädern nutzt man zwischenzeitlich andere Verfahren (Ozon etc) . Bleibt zu wünschen , daß in Zukunft derartige Unfälle vermieden werden und die Betreiber “die Fluchtwege” (es hätte ja auch der Freibadbereich angeboten werden können ) klar und deutlich aufzeigen.
@ herr udo wilhelm
ich war zu diesem zeitpunkt auch gast im freizeitbad undwurde vom personal nach draußen geschickt was meiner meinung nach reibungslos funktionierte
man sollte in einer solchen situation dringend den anweisungen des personals ( was auch ausreichend vorhanden war ) folge leisten und nicht eigenmächtig fluchtwege suchen
der freibadbereich konnte zu diesem zeitpunkt nicht angeboten werden da es hier an aufsichtspersonen ( die ja verständlicherweise anderweitig beschäftigt waren ) gefehlt hätte
@ Udo Wilhelm
Chlorgas ist und bleib bei richtiger Anwendung des Personals die Sicherste Art und Weise Chlor ins Beckenwasser zu bekommen.
Ozon ist ein Verfahren die Keime abzutöten, Ozon darf aber nicht im Beckenwasser nachgewiesen werden und ersetzt somit das Chlor NICHT!
Chlorbleichlauge hat den Nachteil, dass keine Chlorgaswarner mehr installiert sein müssen. Sollte sich dann die Chlorbleichlauge mit einer Säure vermischen (Leitung gerissen zum Beispiel), bleibt dies unter Umständen so lange unbemerkt, bis das Leute zu schaden kommen.
Elektrolyse ist ähnlich wie bei der Chlorbleichlauge.
Solange die Entsprechenden Verordnungen bestehen Wasser zu Chloren (da es zur Zeit kein sinnvolles alternatives Desinfektionsmittel für Beckenwasser gibt), wird immer die Chlorung eines der Gefahrenquellen im Schwimmbad sein. Sieht man sich aber an, wie oft ein ernsthafter Unfall passiert, stellt man fest das der Weg zum Schwimmbad wesentlich gefährlicher ist!
Viele Grüße und weiterhin viel Spaß beim Baden
Martin